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Es geht los: Motor warm fahren oder richtig warm laufen lassen! Das kann man auch gleich mit der Fahrt zur Tankstelle verknüpfen. An der Tanke den Benzintank (sofern er aus Stahl ist) bis oben hin voll machen, damit die Innenbeschichtung über Winter nicht rostet. Hier empfehlen wir auch spezielle Benzinzusätze, so genannte *Kraftstoffstabilisatoren zu verwenden, um alle Innereien von Motor und Benzinleitungen zu reinigen und zu schützen. Im betriebswarmen Zustand das Motoröl wechseln und den Filter austauschen, da die alten Schmierstoffe aggressive Verbrennungsrückstände enthalten können! Das Altöl sowie den Ölfilter müssen Sie fachgerecht entsorgen. Achtung: Auf keinen Fall während der Winterpause den Motor eventuell zu Probe immer wieder mal starten. Dies ist das Schlimmste, was man ihm antun kann. Bei Vergasermotoren: Damit die Vergaser nicht verharzen (Rückstände) und der Motor im Frühjahr wieder leicht anspringt soll, müssen die Schwimmerkammern entleert werden. Dazu den Benzinhahn schließen (Stellung OFF), die untere Schraube an der jeweiligen Schwimmerkammer lösen, Benzin auslaufen lassen (Auffanggefäß nicht vergessen) und die Ablassschraube (gefühlvoll) wieder anziehen. Unser Tipp: Benzinhahn schließen und den Motor laufen lassen, bis er von selbst ausgeht. Bei einem Membran- Benzinhahn den Unterdruckschlauch entfernen, so dass kein Sprit mehr nachlaufen kann! Alternativ drehen Versierte zusätzlich die Zündkerze heraus, träufeln einige Tropfen Öl in die Öffnung, drehen den Motor per Kick oder E-Starter ein paar Mal durch. Achtung: Die Zündkerze wird nur handfest angezogen!
LC Motoren: Bei flüssigkeitsgekühlten Triebwerken den Frostschutz prüfen! / Spezialgerät vom Fachhandel oder beim Händler durchführen lassen.
Erhöhen Sie den vorgeschriebenen Reifen - Luftdruck um ca. 0,5 bar auf beiden Rädern.
Reinigung: Vor der Überwinterung das Zweirad gründlich reinigen, um Rostbildung durch feuchte Schmutzreste zu vermeiden. Damit keine Feuchtigkeit über den Auspuff in den Motor gelangt, wird er am Ausgang mit einem Stopfen oder Lappen verschlossen. Nun das ganze Motorrad komplett nass machen und es dann mit Reinigungsmittel z.B. *Yamalube Pro-Active Reinigungs-Gel, *Shell Reiniger oder *S100 komplett einsprühen. Reinigungsmittel 2 bis 3 min einwirken lassen und mit viel Wasser gründlich abwaschen. Bitte darauf achten, dass keine Reinigungsmittel-Rückstände an Ihrem Motorrad verbleiben. Das Reinigungsmittel ist aggressiv und kann insbesondere an heißen Tagen in der prallen Sonne schnell den Lack angreifen. Den Verschluss am Auspuff läst man über den Winter (Lappen muss trocken sein). > Wenn möglich auf Hochdruckstrahler verzichten, damit kein Wasser in Lager und kleinste Ritzen dringt.
Kette reinigen: Die Auffangwanne (zur Not auch ein dicker Karton) unter die Kette legen um abtropfendes Reinigungsbenzin aufzufangen. Zunächst das Spiel der Kette prüfen und diese gegebenenfalls nachspannen. Sollte die Kette verschlissen sein, sollte das Kettenkitt (Kette, Ritzel vorne und Kettenplatt hinten) erneuert werden und man kann sich die Reinigung im Prinzip sparen. Hester Tipp: Original -Ersatzteile vom Marken Motorrad -Händler verwenden, die oft nicht viel teurer sind als Ware aus den Billig - Shops oder im Internet. Dort wird zwar mit dem Nahmen der renommierten Kettenhersteller geworben, die Ritzel und Kettenräder jedoch sind aus billigstem Baustahl hergestellt und verschleißen nach kürzester Zeit. Die Lebensdauer der Original Teile liegen aus unserer Erfahrung 2 – 4-mal höher als Billigteile! Ist die Kette noch in Ordnung lohnt es sich diese mit dem starken Pinsel (oder Zahnbürste) und Reinigungsbenzin rundherum zu putzen. (wer ganz genau arbeiten möchte darf auch gerne die vordere Abdeckung des Ritzels entfernen und das darin angesammelte Schmiermittel entfernen / mit einem Lappen.) Kette nun trocknen lassen. Wer im Besitz von Druckluft ist, kann die Kette damit trocken blasen. Danach die Kette mit Kettenspray schmieren (jetzt für den Winter Innen - und Außenseite)
Alle beweglichen Teile (Ständer, Fußraster, Kupplung, etc.) mit *Schmiermittel / Silikon bearbeiten. Achtung: Lenkungsdämpfer nicht einsprühen!
Sollten sich Schmiermittelreste auf dem Reifen oder der Bremsscheibe befinden diese mit Bremsenreiniger entfernen.
Batterie: Nachdem dies alles erledigt ist, die Batterie in jedem Fall abklemmen. Wenn das Motorrad im Winter draußen steht, kann man die Batterie auch ausbauen und am besten in einem trockenen frostfreiem Raum / Keller lagern. Hier empfehlen wir auch die Anschaffung eines *Batteriefrischhaltegerätes. Dies verlängert die Lebensdauer erheblich und im Frühjahr ist die Batterie auch gleich einsatzbereit. (* Bei Motorrad Hester zum Sonderpreis erhältlich)
Motorrad lagern: Am Winter - Stellplatz auf den Hauptständer ( wenn Vorhanden ) aufbocken. Bei Seitenständer, eventuell einen *Aufbockständer kaufen ( empfehlenswert auch für z.B. Räderwechsel oder Kettenreinigung, erhältlich für vorne und hinten ). Es ist günstig, wenn beide Räder frei schweben. Ansonsten ein Holzstück oder dicke Pappe unter die Räder setzen, damit ein kalter Bodenkontakt vermieden wird. Die Räder alle ca. 4 Wochen drehen um eventuell so genannte „Standplatten“ zu vermeiden. Damit das Bike nicht komplett einstaubt, einfach ein altes Leintuch darüber legen. Offener Abstellplatz: Im Fachhandel sind geeignete *Abdeckplanen erhältlich, das Motorrad gut darunter verzurren. An schönen Sonnentagen die Plane mal wieder abnehmen um Schwitzwasser darunter trocknen zu lassen.
Wenn Sie keine Zeit zum Einmotten des Motorrades haben und / oder sowieso Reparaturen anstehen, dann können wir ihnen helfen und die meiste Arbeit für sie zu erledigen. Reparaturen sind im Winter oft günstiger als im Frühjahr oder Sommer, da unsere Werkstatt im Winter schlechter ausgelastet ist. (* alle gekennzeichnete Artikel sind bei Motorrad Hester zum Sonderpreis erhältlich)
Und im Frühjahr einfach Batterie anschließen“, Benzinhahn öffnen oder bei einem Unterdruck - Benzinhahn auf ‚PRI’ Position stellen. „Luftdruck prüfen und gegebenenfalls auf den vorgeschriebenen Wert einstellen “, „Lappen aus Auspuff entfernen“. Und die „Zündkerzen wieder anziehen“. Dann steht der nächsten Saison nichts mehr im Wege.
Noch etwas: Das Fahrzeug darf ohne Zulassung nicht auf öffentlichen Plätzen und Straßen abgestellt werden, sonst drohen Bußgeld und Punkte in Flensburg. Bei abgemeldeten Motorrädern erlischt der Versicherungsschutz.
Bei Saisonkennzeichen bleibt der Versicherungsschutz erhalten, auch in der Haftpflicht, wenn zum Beispiel Schäden durch auslaufendes Motoröl entstehen.
Wer eine Teilkasko-Versicherung besitzt, hat u. a. Anspruch auf Leistung bei Diebstahl. Voraussetzung ist allerdings, dass das Bike in einem verschlossenen Raum oder auf einem umfriedeten Grundstück steht.
Keinerlei Haftpflichtschutz besitzt, wer mit seinem abgemeldeten Fahrzeug oder mit seinem Bike trotz abgelaufenem Saisonkennzeichen unterwegs ist. In diesem Fall kommt die Versicherung zwar gegenüber dem Geschädigten auf, holt sich die Auslagen aber vom Halter zurück.
Alle mit einem Stern (*) gekennzeichneten Artikel sind bei Motorrad Hester / MZL erhältlich.
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